16. März 2026

„Ich fühle mich verloren in meinem eigenen Leben“

Warum viele Frauen dieses Gefühl kennen

Halt & Kompass · 16.03.2026

„Maja.“ 

Die Stimme kam aus dem Erdgeschoss. „Maja!“

Sie blinzelte. Die Rollos waren längst hochgefahren und die frühe Frühlingssonne fiel durch die obere Ecke des Fensters. Sie musste aufstehen. Doch ihr Körper fühlte sich schwer an. Bitte nur noch einen Moment. Bitte. Sie sagte es nicht laut. Sie wusste, dass sie längst ihren jüngsten Sohn hätte wecken sollen. Das Frühstück und die Brotzeit vorbereiten. Dann eine Wäsche in die Waschmaschine stopfen und auf vierzehn Uhr timen, damit sie rechtzeitig fertig wäre, sobald sie nach Hause käme. Ihr Blick fiel auf die Uhr. Schon kurz nach sieben. In einer Stunde musste sie in der Arbeit sein, und nicht mal ihre Tasche war gepackt. Maja atmete tief ein, richtete sich auf und schob die Beine aus dem Bett. Es half nichts. Sie musste sich zusammenreißen.

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Manchmal weiß man gar nicht, wie es soweit kommen konnte. Man wacht morgens auf, geht durch den Tag wie immer, erledigt genau dieselben Aufgaben – und zwischen Haushalt, Job und Papierkram denkt man: Etwas stimmt nicht mehr.

Vielleicht kommt dir das bekannt vor.

Vielleicht sieht dein Leben nach außen hin völlig in Ordnung aus. Du wirst deiner Verantwortung gerecht, du kümmerst dich um das, worum du dich kümmern musst. Deinen Job, vielleicht eine Familie und all die Menschen um dich herum, die sich auf dich verlassen. Und trotzdem hast du immer öfter das Gefühl, dich selbst irgendwo unterwegs verloren zu haben.

Ich glaube, dass viele Frauen dieses Gefühl haben, aber nur wenige darüber sprechen. Denn gleichzeitig denken sie: eigentlich geht es mir doch gut, oder? Sollte ich nicht zufrieden sein mit meinem Leben?

Wenn du nur noch funktionierst

Viele Frauen zwischen dreißig und fünfzig sind mit einer Haltung aufgewachsen, in der Leistung und Funktionieren selbstverständlich waren. Wie ich übrigens auch. Wir haben von Kind auf gelernt, dass unser eigener Wert an unserer Leistung hängt, und dass Gefühle und Emotionen nur wenig Platz haben. Nicht weil unsere Eltern uns etwas Böses wollten, sondern weil sie es selbst so gelernt haben. Weil es über eine lange Zeit überlebenswichtig war, zu funktionieren, keine Schwäche zu zeigen. Und oft ist es heute noch genauso: Egal was in unserem Leben passiert, wir versuchen stark zu sein, alles zu geben und unser Leben und unseren Alltag mit aller Kraft aufrecht zu erhalten. 

Wir jonglieren zwischen beruflicher Verantwortung, der Familie, der Organisation des Alltags und den Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Minute um Minute, Stunde um Stunde, Tag für Tag. Und irgendwann, wenn der eigene Akku leerläuft oder gravierende Einschnitte uns aus dem Strom unseres eigenen Lebens reißen, fragen wir uns: 

Wo bleibe ich eigentlich selbst?

Manche Frauen merken irgendwann, dass sie sich selbst kaum noch spüren. Weil sie viel zu lange sehr viel gegeben haben, ohne wirklich für sich selbst Raum zu haben oder zwischendurch einmal innezuhalten. 

Denn sobald wir eine Rolle in einem System haben – in der Familie, im Job, im Umfeld –
beginnt sich vieles um diese Rolle herum zu stabilisieren.

Und dann entsteht oft eine Angst:

Wenn ich mich verändere – was passiert dann mit allem anderen?

Was passiert mit meiner Familie?
Mit meinem Partner?
Mit dem Alltag, den wir uns aufgebaut haben?

Und genau deshalb machen so viele Frauen einfach weiter, obwohl sie eigentlich schon spüren:

So kann es nicht weitergehen.

Es gibt ein paar Sätze, die ich oft gehört habe. Zum Beispiel: „Eigentlich weiß ich, dass sich etwas verändern müsste.“ Oder: „So wie es gerade ist, möchte ich nicht dauerhaft weitermachen.“ Und „Aber ich weiß nicht, was ich stattdessen möchte.“ Auch von mir.

Der Kopf denkt ununterbrochen, die Sätze werden analysiert, die Gedanken drehen sich im Kreis und Entscheidungen werden hin und her gewälzt, auf einen ungewissen Zeitpunkt in der Zukunft verschoben. Und trotzdem wissen wir alle: Das Leben, es passiert jetzt.

Meine eigene Geschichte

Mir war es lange Zeit nicht bewusst, aber ich kenne dieses Gefühl ebenfalls gut. Es gab Zeiten, in denen ich stark an mir gezweifelt und lange mit meinen eigenen Themen gerungen habe.
Das war manchmal schmerzhaft.

Sich selbst zu begegnen bedeutet manchmal auch, Dinge zu sehen, die man lange nicht anschauen wollte. Die unangenehm waren. Die sich in der Schublade „ich bin eben so, weil …“ besser angefühlt haben als in „was passiert, wenn ich das verändere?“

Aber eines habe ich mir über all die Jahre immer bewahrt:

Meine Freude am Leben.
Meine Neugier.
Und den Wunsch zu wachsen. Über mich selbst hinaus. Immer wieder.

Vielleicht war genau das mein Kompass. Etwas, das mich immer wieder ein Stück näher zu mir selbst geführt hat.

Warum ich Halt & Kompass gegründet habe

Meine größte Motivation ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Frauen wieder in Verbindung mit sich selbst kommen können. Und langsam wieder beginnen zu spüren:  

Was ist mir eigentlich wirklich wichtig?
Was fühlt sich für mich richtig an?
Welcher Weg passt zu mir?

Viele Frauen versuchen, ihre Situation nur mit dem Kopf zu lösen.

Sie denken noch mehr nach, lesen Ratgeber und analysieren ihre Situation bis ins Detail. Doch Klarheit entsteht selten nur durch Nachdenken.

Klarheit entsteht oft erst, wenn wir wieder einen Moment haben, um wirklich hinzuschauen.

Raum, um innezuhalten.
Raum, um Gedanken und Gefühle wirklich zu sortieren.
Raum, um sich selbst wieder zuzuhören.

Warum Klarheit im Alltag so schwer entsteht

Der Alltag vieler Frauen ist heute sehr dicht.

Es gibt kaum Momente, in denen wirklich nichts von ihnen erwartet wird.

Zwischen Arbeit, Familie, Verpflichtungen und dem ganz normalen Leben bleibt oft wenig Zeit, bei sich selbst anzukommen.

Und wenn dann doch einmal ein Moment entsteht, tauchen sofort viele Fragen auf:

Soll ich beruflich etwas verändern?
Will ich so weiterleben?
Was ist mir eigentlich wirklich wichtig?

Diese Fragen können überwältigend wirken. Und sich für den Moment zu viel anfühlen. Was sie auch sind, zwischen Wäsche, Kochen und dem nächsten Termin.

Und so passiert häufig das Naheliegendste:

Man schiebt die Entscheidung wieder ein Stück weiter nach hinten.

Was wir in dieser Situation wirklich brauchen

Die meisten Frauen brauchen in dieser Phase keine weiteren To-Do-Listen. Und auch keine Programme, die noch mehr Selbstoptimierung verlangen.

Was sie wirklich brauchen, ist etwas anderes:

einen ruhigen Raum. Für sich. 

Einen Raum, in dem sie wieder bei sich selbst ankommen können.

Einen Raum, in dem Gedanken sortiert und Gefühle ausgesprochen werden dürfen.
Damit Fragen ihre Antworten finden.

Der Weg zurück zu dir selbst

Wenn Frauen sich selbst wieder näherkommen, beginnt sich oft etwas zu verändern.

Nicht, weil plötzlich alles perfekt wird, sondern weil sie beginnen, wieder klarer zu sehen.

Sie verstehen ihre eigenen Gedanken besser.
Sie erkennen, was ihnen wirklich wichtig ist.
Und Entscheidungen fühlen sich nicht mehr wie ein innerer Kampf an.

Statt ständigem Grübeln entsteht nach und nach etwas anderes:

Ruhe.

Klarheit.

Und ein Gefühl von innerer Stimmigkeit.

Genau dafür gibt es „Halt & Kompass“

Aus dieser Erfahrung heraus habe ich das Programm
„Halt & Kompass – wieder in Verbindung mit dir“ entwickelt.

Es ist eine persönliche Begleitung über zwölf Wochen für Frauen, die das Gefühl haben, sich innerlich verloren zu haben und ihr Leben wieder stimmiger gestalten möchten.

In dieser Zeit geht es nicht um schnelle Lösungen, sondern um einen klaren Prozess:

1. Klar werden
Die eigene Situation verstehen und Gedanken sortieren.

2. Den Kern erkennen
Werte, Bedürfnisse und Prioritäten sichtbar machen.

3. Den eigenen Kurs setzen
Entscheidungen treffen, die sich wirklich richtig anfühlen.

Um dir selbst wieder näher zu kommen. Klar zu entscheiden. Und ein Leben zu führen, das wirklich zu dir passt.

Eine Einladung an dich

Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass dich diese Worte berühren, dann könnte es sein, dass du gerade genau an diesem Punkt stehst.

Vielleicht spürst du schon länger, dass sich etwas verändern darf. Auf eine Weise, die wirklich zu dir passt.

Der erste Schritt ist oft einfach, sich selbst wieder Raum zu geben.

Raum zum Nachdenken.
Raum zum Fühlen.
Raum für neue Klarheit.

Und manchmal ist es leichter, diesen Weg nicht allein zu gehen.

Wenn du möchtest, kannst du dir hier mehr über meine Begleitung anschauen:

Halt & Kompass – wieder in Verbindung mit dir

Vielleicht ist jetzt ein Moment, in dem du hinschauen möchtest, um wieder ein Stück näher zu dir selbst zu kommen.

Mein Wunsch ist, dass Frauen wieder morgens aufwachen und ihre eigene Kraft spüren.
Dass sie wieder Lust auf ihr Leben haben.

Nicht, weil plötzlich alles perfekt ist –
sondern weil sie sich selbst wieder auf ihrem eigenen Weg mitnehmen.

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